Verantwortung, Fürsorge contra Unabhängigkeit?

Die Mutter gibt den Rahmen vor.
Tochter und Mutter - zwei Sichtweisen

Das Phänomen

Kennen Sie das: Mit Mutter telefonieren, Kopfschütteln, Augen verdrehen und auf die Zunge beißen und doch froh sein, dass sie da ist? Sind Sie vielleicht eine Rabentochter?

 

 


Perspektivwechsel

Mittlerweile ist das Thema der "Tochter-Mutter-Beziehung" in vielen Ratgebern zu finden.

Obwohl die "Rabentöchter" darin vielleicht viel Hilfreiches erkennen, drehen sie sich dann

in ihrem eigenem Kosmos, nehmen sich oft das heraus, was sich vertraut anfühlt und

-möglichst- nicht anstrengt. Bücher sind jedoch nicht interaktiv.

Sie hinterfragen keine Verhaltensweisen, stören vorhandene Muster nicht wirklich.

Es kann kein kontaktvoller Dialog entstehen.

 

Wir alle haben Strategien entwickelt, um schwierige Phasen in der Kindheit, Jugend und im

Erwachsenenalter zu bewältigen.

Manchmal müssen aber neue Strategien her, um sich geänderten Herausforderungen stellen zu können und oftmals kann der Blick von außen und die Prozesse innerhalb einer Gruppe

zu den sprichwörtlichen Aha-Effekten führen.

Fragen Sie sich?

Wie finde ich eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz in der Mutter-Tochter-Beziehung?

 

Wieviel eigenständiges Leben darf ich mir erlauben?

 

Wieviel Verantwortung will ich für meine Mutter tragen?

 

Wie kann ich Verantwortung, Fürsorge und Unabhängigkeit

vereinbaren?

 

 

Wie finde ich eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz ?

Ihre Erwartung?

Eine respektvolle Haltung und ein wertschätzender Umgang mit sich selbst und der Mutter: mehr Lebendigkeit und Freude statt Erstarrung und Frustration könnte Ihr Gewinn in der Mutter-Tochter-Beziehung sein.

 

 


TOCHTER UND MUTTER - EINE SCHICKSALHAFTE BEZIEHUNG

Unterschiedliche Horizonte
Sichtweisen der Tochter und Mutter

"Die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern ist etwas Besonderes. Sie dreht sich um die Liebe, mal wird sie vermisst oder ist nicht die richtige, mal ist sie überladen von Ansprüchen oder belastet von Schuldgefühlen. Oftmals wird ein Weg aus der Endlosschleife schwieriger Verhaltensmuster gesucht, die man eigentlich nicht will und doch nicht weiß, wie man sich aus ihnen löst. Mutter und Tochter haben es nicht leicht, zu einander zu finden, sie bewegen sich zwischen Unverständnis, Sprachlosigkeit, Vorwürfen, Aufopferung und der Sehnsucht nach innigem Kontakt."

aus Claudia Haarmann "Mütter sind auch Menschen" 

ZUTIEFST VERBUNDEN AUF EINER SCHWANKENDEN BRÜCKE

Verschiedenheit schätzen
Realitäten anerkennen

Von Geburt an ist die Mutter die wichtigste Bezugsperson. Schwierigkeiten und Störungen, die  in der Beziehung zur Mutter auftreten, beeinträchtigen häufig das gesamte Leben. 

 

"Wie auch immer die Gefühle zwischen Mutter und Tochter aussehen mögen, beide Frauen sind zutiefst miteinander verbunden, wissen aber nicht, wie sie sich gegenseitig erreichen, wie sie ihrer Verbindung eine Form geben können, die beiden gut tut und jeder ihre Freiheit lässt. Im Moment gleicht die Verbindung einer unbegehbaren und schwankenden Brücke." aus Claudia Haarmann "Mütter sind auch Menschen"

FREMDHEIT UND VERTRAUTHEIT

Hoffnung auf Anerkennung
Enttäuschung

Wie kollidieren Rollenbilder, Angst vor Verletzung, Vorwürfe der Undankbarkeit, Sprachlosigkeit oder gar Kontaktabbruch mit den eigenen Wünschen und Sehnsüchten nach Anerkennung, Selbstverwirklichung und Liebe? 

 

Das bedingungslose Füreinander- Dasein der (erwachsenen) Tochter für die Mütter bringt die Tochter häufig in eine Enge, die Distanz fordert und fördert. 

 

Abhängigkeit ist nicht das Gleiche wie Liebe. 

 

Mutterliebe bedeutet, der Tochter Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Stärke zu zugestehen.